Wohnmobil Batterie – Blei, GEL, AGM, LiFePo4

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Wohnmobil Batterie

Wohnmobil Batterie – Wer seinen Transporter zum Camper umbaut wird sich eher früh als spät mit der Frage der Stromversorgung im Camper  befassen müssen. Um die sicherstellen zu können, braucht es einen Speicher. Als solcher dient ein Akku, also eine Batterie. Die Wahl der richtigen Wohnmobil Batterie ist wichtig, die Auswahl groß. Der Beitrag hilft, das richtige System zum passende Budget zu finden.

Keines der, am Markt erhältlichen Systeme ist falsch. Alle haben sie ihre Berechtigung. Alle haben sie ihre Vor- und ihre Nachteile. Die sollte man kennen.

Und es macht keinen Sinn, die Starterbatterie für  den Wohnraum im Camper zu nutzen. 

Dieser Bericht soll zeigen:

  • Warum eine Starterbatterie keine Wohnraumbatterie ist.
  • Was für Alternativen es gibt.
  • Welche Batterien geeignet sind.
  • Was für Vorteile oder auch Nachteile verschiedene Batteriesysteme haben.
  • Wie man den besten Kompromiss fürs eigene Budget findet.

Ein kurzes Video zur Einführung über die Akku, oder Batterietechnik. 

Das Video hat kurz veranschaulicht, wie ein Akku funktioniert. Nichts anderes ist in Deiner Auto-, bzw. Starterbatterie verbaut. Es ist einfach größer und anders angeordnet. 

Chemische Energie wird in elektrische Energie umgewandelt. In der Autobatterie, oder auch in der Wohnraumbatterie sind getrennt voneinander mehrere Anoden und Katoden verbaut. Um diese herum ein Elektrolyt. Anoden und Katoden werden über die Verbraucher miteinander verbunden und liefern über den Pluspol zurück zum Minuspol elektrischen Strom.



Von einer Nassbatterie reden wir, wenn die Säure in der Batterie mit einer Flüssigkeit verdünnt wurde. Bei der Flüssigkeit handelt es sich um destilliertes Wasser. 

Die Art, der Aufbau und die Beschaffenheit dieses Akkus lassen eine Entladung von maximal 20 % – 50 % zu. Dann sind bis zu 400 Ladezyklen, evtl. auch etwas mehr, möglich. Ein Rest von 80 % – 50 % sollte im System verbleiben. Danach muss zeitnah wieder aufgeladen werden. 

Ein andauernder Entladezustand würde die Batterie schädigen. Dabei kommt es zu chemischen Reaktionen innerhalb der Batterie. Diese Reaktionen nennt man Sulfatierung und Säureschichtung. Das führt dazu, dass die Ladefähigkeit sich verschlechtert, das System wird nicht mehr vollgeladen. So vermindert sich die Kapazität der Batterie nach und nach. Ein Umstand, der jeden Winter zu beobachten ist, wenn Fahrzeuge aufgrund schadhafter Batterien nicht mehr starten können. 

Im gesunden Zustand ist die Batterie fähig, kurzzeitig sehr hohe Ströme abzugeben. Danach sollte sie wieder vollständig geladen werden. Das Zauberwort ist hier Vollständig.

Das ist auf Kurzstrecken meist nicht immer möglich, wenn dabei viele, elektrische Verbraucher gleichzeitig betrieben werden. Benutzt man sein Fahrzeug also nur auf Kurzstrecke, setzt möglicherweise die Sulfatierung ein und es kommt zu dieser, bereits beschriebenen Säureschichtung.

Stell Dir einfach ein volles Glas Wasser vor. Das Wasser ist Dein Strom. Während Du Wasser entnimmst, füllt es sich mit Sand. Der Sand setzt sich ab. Wenn Du jetzt Wasser nach schenkst, passt da weniger rein.

Die hohen Ströme, die Nassbatterie liefern kann, sind z.B. für den Anlasser des Motors notwendig. Im Wohnraum des Campers brauchen wir kurzeitig hohen Ströme nicht. Im Gegenteil. Die Versorgungsbatterie soll dort Strom über einen längeren Zeitraum konstant liefern. Ein völlig anderes Konzept. 

Ein weiteres Manko, ist das Ausgasen der Batterie. Es kann sogar vorkommen, dass der Akku kocht. Dabei geht Flüssigkeit verloren, die wieder aufgefüllt werden muss.

Zum einen will ich kein Gas im Fahrzeug, zum anderen soll die Batterie wartungsarm, oder wartungsfrei betrieben werden. 

Aus den genannten Gründen ist es technische und wirtschaftlich unsinnig, die Stromversorgung des Campers über eine Auto/Starterbatterie zu gewährleisten.

Möchte ich 100 Ampere, aus einer Nassbatterie nutzen, die als Startbatterie verbaut ist, die ich bis zu 50 % entladen kann, brauch ich eine Kapazität von 200 Ah. 

Sind nur 20 % Zyklustiefe möglich sieht die Rechnung noch schlechter aus. Es wären 5 Akkus mit einer Leistung von 100 Ah notwendig, um 100 Ampere nutzen zu können.

Abhängig von der Zyklustiefe hat ein nutzbares Ampere dieser Batterien ein Gewicht von ca. 0,43 kg, bzw. ca. 1,75 kg. Wie gesagt jedes nutzbare Ampere. 

Bis zu 400 Ladezyklen sind möglich.

Anhand dieser Eckpunkte können wir die anderen Systeme miteinander vergleichen.

Du wirst also diese Art der Berechnung hier immer wieder finden, wenn ich die anderen Akkusysteme erkläre und beschreibe. Es geht mir dabei darum, dass Du auch verstehst, dass Deine Energieversorgung neben Platz, auch Gewichtsreserven Deines Fahrzeugs aufbraucht.  

Du wirst bei einem kleiner Fahrzeug immer wieder Gewicht einsparen wollen, oder auch müssen. Da ist es gut zu wissen, wie schwer meine Energieversorgung, bei entsprechendem Bedarf werden wird.

Und Du hast erkennen können, dass es wichtig ist, zu wissen, wie weit ich den Akku entladen kann, um schließlich festzustellen, welche Leistung er bringen muss, um meinen Bedarf zu decken.

Hätte ich eine Batterie, die ich bis 100 Prozent entladen kann, also bis NULL, und einen Bedarf von 100 Ah über den Tag verteilt, dann könnte ich mit einer 100 Ah Batterie meine Versorgung sicherstellen.

Kann man das verstehen? Wenn nicht, schreibt mir mal im Kommentar, wie ich das anders beschreiben könnte.


Eigentlich sollte ich hier schon aufhören und jedem zu einem LiFePo4 Akku raten. Aber nicht jeder hat mal schnell 700,– Euro, oder mehr für einen Akku übrig. Der Ausbau ist eh schon kostspielig. Und andere Systeme gibt es schon ab 250,– Euro, abhängig von der Leistung.

Da alles, was man auf Internetseiten, oder auch sozialen Kanälen empfiehlt oder nennt, auch ohne Bezahlung, schon Reklame ist, muss man das Kennzeichen. Die Verlinkungen zu Amazon sind Reklame. Ich verdiene an einem Klick zu Amazon kein Geld, aber ich bekomme bei jedem Einkauf  Einkauf durch Dich/Euch über diese Links eine kleine Vergütung, die es mir ermöglicht, die Unkosten für diesen Blog zu stemmen. Für Dich/Euch ändert sich am Preis gar nichts. Es entsteht kein Nachteil. Die Produkte die ich hier empfehle, bzw. verlinke, würde ich auch selbst kaufen, einbauen, oder nutzen. Zum Teil habe ich diese auch schon verbaut. Für die Nutzung der Links und Deine Unterstützung bedanke ich mich.

Nach meiner Meinung sind diese derzeit am wirtschaftlichsten und recht unkompliziert ein zu bauen. Obwohl der drei bis vierfache Preis für solche Teile gezahlt werden muss. Dennoch spart man insgesamt Geld. Da LiFePo4 Batterien  (Reklame) länger laufen und tiefer Ladezyklen zulassen. Ich würde hier den LIONTRON LiFePO4 12V 100Ah (Reklame) empfehlen.

Den würde ich mir kaufen, hätte ich nicht schon etwas anderes. Mein gewählter Akku, bzw. mein System von Victron, ist ein Peak Power Pack (Reklame) mit 30 A und hat alles Onboard, was notwendig ist um den Ladevorgang und die Entnahme zu regeln. Er ist somit einfach zu handhaben und kann die volle Leistung von 30 Ah abgeben. Nach Kalkulation und Überarbeitung meiner Planung scheint der etwas zu klein. Im Preis von 524,00 € ist alles enthalten. Ladetechnik, 230 V Ladegerät und ein Batteriemanagementsystem. Zusätzliche Kosten für Ladegeräte und Managementsysteme bleiben aus. 

Anderern Akkumulatoren sind dennoch einen Blick wert und von Interresse, gerade dann, wenn man derzeit kein ausreichendes Budget für teuere LiFePo4 Systeme hat.

Im Nachfolgenden Bericht geht es um 3 Unterschiedliche Systeme:

  • Blei-Gel-Akkus
  • AGM Akkus, und
  • LiFePo4 Systeme.

Gel und AGM Akkumulatoren sind beide bleibasierte Systeme. 


Ich will noch darauf hinweisen, dass man bei bestimmten, bleibasierten Systemen, den Akku nur aufrecht stellen, einbauen, oder lagern kann. Da haben die anderen, vor allem der LiFePo4 Akku, einen Vorteil, diese können teilweise in jeder beliebigen Lage eingebaut und Betrieben werden. Wichtig, wenn der Platz für alles knapp bemessen ist.

Die Säure, das Elektrolyt, ist in einem Gel enthalten, dass um die Kathoden und Anoden gelagert ist. 

Man spricht hier von einer Trockenbatterie. Es ist ab immer noch ein bleibasiertes System.

Bislang war die GEL-Batterie der Akku fürs Wohnmobil schlechthin. Dieser Batterietyp kann tiefe Ladezyklen vertragen. Eine Entnahme von ca. 70 %, teilweise auch mehr, ist möglich. Danach muss oder sollte aber wieder aufgeladen werden. Hierzu wird ein automatisches Ladegerät benutzt, dass eine spezielle Ladekennlinie hat. Neben den Batteriekosten, kommen hier die Kosten für ein entsprechendes Ladegerät hinzu. Auch hier gilt: „Wer billig kauf, kauft zweimal!“ 

Hier eine günstige Alternative von Ective (Reklame). Leider gibt es keine 100 Ah Batterie in als GEL Akku. Die hier aufgestellten 95 Ah sind eine Bauart bedingte Größe. Das macht das Vergleichen der unterschiedlichen Bauarten etwas schwieriger.

Gel Batterien sind schwerer als Akkumulatoren mit flüssigem Elektrolyt. 

Mit einer GEL-Batterie können ca.700 Ladezyklen erreicht werden, sofern sie richtig geladen und entladen wird.  Die Anzahl der Ladezyklen sollte beim Hersteller erfragt werden und ist hier nur ein Richtwert.

Fürs richtige Laden wird ein entsprechendes Ladegerät, besser gesagt ein Ladebooster benötigt. Ich empfehle hier ein Gerät  für alle Batteriearten. Das Votronic (Reklame) ein Ladebooster der alle Arten von Batterien über die Starterbatterie versorgen kann. Der Ladebooster wird vor allem dann wichtig und notwendig, wenn man ein modernes Fahrzeug Euro 6 fährt. Deren Lichtmaschinen liefern keinen konstant und gleichbleibenden Strom. Hier wird der Strom dem Verbrauch angepasst, damit die Lichtmaschine nicht ständig auf Volllast läuft und der Motor nicht unnötig Sprit verbraucht. Um das auszugleichen nutzt mann einen Ladebooster, oder Ladewandler.

Der GEL-Akku ist ein geschlossenes, gasfreies System und somit für den Wohnbereich bestens geeignet. Er verträgt das Rütteln im Fahrzeug und gast nicht aus. Somit ist die Batterie wartungsfrei.

Will ich hier 100 Ampere nutzen, benötige ich  rechnerisch eine Batteriekapazität von 143 Ah. 100 Ampere wären die 70 % der Gesamtkapazität.

Jedes nutzbare Ampere hat ein Gewicht von 0,5 kg und ist damit etwas schwerer als eine konventionelle Nassbatterie. Das Ganze ermöglicht uns ca. 700 Lade-/Entladezyklen. 


Die AGM Batterie  (hier eine von Electronix) (Reklame) gehört auch zur Gruppe der Bleibatterien. Die Säure ist aber in einem Gitternetz um die Kathoden und Anoden herum gebunden. Ein auslaufen praktisch nicht möglich. Dieser Typ hat die Fähigkeit, bis zu 80 % seines Speichers abzugeben (Richtwert, bitte beim Hersteller nachfragen).

Aber auch hier sollte ein abgestimmtes Ladegerät eingesetzt werden. Bei Überladung droht die Ausgasung innerhalb der Batterie. Dabei wird ein Teil des Gases ausgeleitet. Das geschieht über ein entsprechendes Ventil. Die Feuchtigkeit selber bleibt in den Zellen. Das spezielle Ladegerät verhindert das. 

Die Lebensdauer sinkt bei falscher Ladung. Ein AGM Akku verträgt keine große Hitze. Ab 50 Grad gibt es Probleme. Mit Kälte wiederum, kann der Akku besser umgehen.

Ein Ladegerät, oder Ladebooster ist in der Lage die Temperatur an der Batterie abzunehmen und die Ladeleistung entsprechend an zu passen. Auch das hält die Batterie länger am Leben.

Was für die AGM Batterie spricht, ist deren geringeres Gewicht und der günstige Preis. Gleiche Leistung in kleinerem Gehäuse, oder mehr Leistung im selben Gehäuse. Bei gleichem Gehäuse und 12 V liefert eine vergleichbare GEL Batterie 90 Ah, während die AGM 105 Ah liefert. 

Zudem hat sie einen höheren Ladezyklus und kann sehr tief entladen werden. 80 % sind kein Problem, 90 % sind schon mal drin und das ganze bei 500 – 1400 Ladezyklen (abhängig von Konstruktion und Zyklustiefe).

Aber es ist ein entsprechendes Ladesystem notwendig, sonst entsteht ein Schaden an der elektrischen Anlage. Ein Überladen des Akku ist ebenfalls schädlich und führt zur Ausgasung. Dabei wird das Batteriesystem geschwächt. Es kommt evtl. zu Schäden am Akku und zu Ausfällen. In der letzten Zeit liest man immer wieder von Problemen mit AGM Akkumulatoren. Die Teile waren nach nicht einmal 2 Jahren fertig und mussten ausgetauscht werden. Das kann am falschen Ladegerät und der damit verbundenen Überladung liegen.  Manche Verkäufer sind aus diesem Grund dazu übergegangen, die AGM Akkus aus dem Sortiment zu nehmen  und wieder mehr GEL-Batterien zu verkaufen. Weil es sich bei den GEL Systemen um bewährte und weniger anfällige Konstruktionen handeln soll. Ich denke, dass muss jeder für sich selbst wissen und es ausprobieren. 

Ein nutzbares Ampere einer AGM Batterie wiegt hier ca. 0,35 kg. Somit der leichteste Akku unter den Bleisystemen. Hinzu kommen bis zu 1400 Ladezyklen. Wobei die Angaben der Hersteller hier schwanken, bzw. manche keine Angaben machen. 

Ich habe hierbei Angaben für 50 % DOD ( Depth Of Discharge) von 600 Zyklen finden können. Eine Zahl die nachvollziehbar ist und deutlich zeigt, dass der Unterschied zur GEL-Batterie sehr gering ist. 

Beide Batterietypen, GEL und AGM sind sogenannte VRLA-Akkus.  „Valve-Regulated-Lead-Acid-Battery“ sind Batterien mit einem eingebauten Ventil. Bei einem Zellfehler oder bei einer Überladung der Batterie kann entstehendes  Gas kontrolliert entweichen. Dabei entstehendes Wasser verbleibt in der Batterie Gefährlichen Situationen werden vermieden.


Li steht für Lithium. Das Fe für Eisen. Po für das Phosphat. Das ist der wesentliche Unterschied zu den, in Handy´s, oder Laptop´s verbauten Li Ion Akkus. 

Der LiFePo Akku ist sicherer und kann sich nicht entzünden, bzw. er kann nicht explodieren.  

Der LiFePo4 Akku (Reklame) – wie oben bereits empfohlen – schlägt die anderen Systeme um Längen, was die Ladezyklen und die Tiefen-Entladung angeht. Er schlägt sie aber auch im Preis, denn der ist um ein Vielfaches höher. 

Den Akku kann man getrost tiefenentladen. Da gehen schon mal 90 % aus dem Akku und es macht ihm nichts aus. Ein BMS – Battery Management System – sorgt dafür, dass der Akku abgeschaltet wird, sobald der kritische Punkt erreicht ist. 3000 Ladezyklen sind für die meisten Systeme kein Problem. Ein Battery Management System ist bei vielen der LiFePo4 Akkus bereist enthalten und muss nicht zusätzlich gekauft werden. Wie bereits oben beschrieben, haben die Peak Power Packs von Victron (Reklame) ein BMS und ein Ladegerät an Bord. 

Er ist leichter als die anderen Akkus und kleiner. Somit eine gute und wichtige Alternative, wenn es um Raumausnutzung und Zuladung geht. Denn die ist beim Ausbau kleinerer Vans und Pkw nicht zu vernachlässigen und spielt immer eine wichtige Rolle beim Betrieb des Fahrzeugs. 

Jedes nutzbarer Amper hat hier ein Gewicht von 0,13 kg. Er ist somit der leichteste Energiespeicher. 

Ladezyklen von 1500 – 5000 Ladezyklen sind möglich. Es ist somit das langlebigste System. 

Es gibt hierbei Speicher die bis zu 100 % entladen werden können und nach Aufladung keinerlei Schwächung zeigen. 

Weniger Gewicht, heißt auf Dauer weniger Geld, weniger Platz. Also effizienter trotz höhere Kosten. Kostet eine Bleibatterie, Naßbatterie 77,85 €, brauch ich davon 5 Stück um 100 Ampere an Leistung ziehen zu können. Somit würde ich hier 389,35 € bezahlen. 

Diese 5 Akkus würden nach ca. 500 Ladzyklen aufgebraucht sein und ich müsste sie neu kaufen. 

Der LiFePo4 kostet sicherlich um die 800 – 900,– €. Hält aber im Schnitt 3000 Ladezykle, evtl. auch mehr. Da ist die Differenz schnell kleiner und der Mehrpreis für einen LiFePo4 Akkumulator verschmerzbar. Sofern soviel Geld vorhanden ist.

GEl Batterie von Ective(Reklame)

12 V 95 Ah, 23,60 kg , Maße 353 x 175 x 190 mm , derzeit für 167,– Euro (Angebot Amazon)

AGM Batterie von Electronicx (Reklame)

12 V 100 Ah, 21,5 kg, Maße 278 x 175 x 190 mm, Preis z. Zt.    119,99 € (Angebot Amazon)

LiFePo04 Akku Liontron (Reklame)

12 V 100 Ah, 15 kg, Maße 172 x 345 x 208 mm, Preis z. Zt. 975,– € (Angebot Amazon)


Noch eine Anmerkung zum LiFePo4 Akku. Im Volksmund wird alles aus diesem Bereich als Lithium Ionen Akku genannt. Das ist falsch. Hier wird eben Lithium-Eisenphosphat benutzt. Wie oben beschrieben ist das sicherer.  Keine Brand, oder Explosionsgefahr. 

Ob das alles umweltfreundlicher ist, als ein Blei-Akku, das sei dahingestellt und ist Grund für viele Diskussionen. Meine Meinung ist, dass man sich vom Umweltschutzgedanken ein wenig entfernen sollte. Das sollte nicht Grundlage für eine Entscheidung für das eine, oder andere System sein. Will man Blei als Umweltgift nicht nutzen, dann nimmt man eben den LiFePo Akku und wird feststellen, dass bei seiner Herstellung, dem Abbau und der Gewinnung von Lithium die Umwelt immens in Mitleidenschaft gezogen wird. Allein für die Förderung der Salze aus dem Untergrund werden in einem einzigen Betrieb 80.000 Liter Süßwasser in der Stunde benötigt. Süßwasser, das z.B.  der Atacama Wüst, einem der größten Fördergebiete,  entzogen werden muss. Hinzu kommen ökologische Schäden, an den Süßwasserspeichern im Untergrund. Dort wird das Trinkwasser teilweise unbrauchbar. 

Die Diskussion ist also an dieser Stelle so falsch, wie die Behauptung unserer Energiewende benötigt E-Autos. Für viele Menschen sind diese E-Autos das Ende ihrer Existenz, aufgrund verunreinigten Grundwassers und anderer Umweltverschmutzung. Wer mehr darüber erfahren möchte kann sich hier mal einlesen Deutschlandfunk zum Abbau von Lithium.

Aber das war nicht Sinn und Inhalt dieses Beitrags und sollte nur ein Anstoß für ein paar Gedanken zum Thema Umwelt sein.


Hast Du das Geld, dann kauf Dir eben ein Lithium Batterie – LiFePo4 Akku. Fehl Dir das Geld derzeit, sind GEL und AGM Batterien die günstige Alternative. Das günstigste Produkt ist die Nassbatterie. Die ist aber nicht unbedingt auslaufsicher und gast evtl. Sie würde aber auch funktionieren. Ohne Probleme. Wer aber auf Gewicht, Raum und Nutzen setzt, dem bleibt nur der LifePo Akku.

Wie ich die Batterie bei mir einbaue, bzw. wie Du sie anschließen solltest, zeige ich in einem der nächsten Blogbeiträge.

Ich werde auch ein paar Schaltpläne für die hier angepriesenen Geräte als Download anbieten. Zudem soll es eine Liste für das notwendige Anschlussmaterial geben, die ich gleich mit dem Amazon-Shop verbinden will um ein Einkaufen so leicht als möglich zu machen. 

Mehr Infos zum Thema Strom findest Du u.a. in den Beiträgen Elektrik Camper – Stromversorgung Wohnmobil und 12 V/230 V im Wohnmobil verlegen. Dort findest Du auch Infos zur Berechnung Deines Verbrauchs im Wohnmobil, anhand dessen Du die Größe Deiner Batterie bestimmen kannst.

Du hast aber gesehen, dass die Leistung Deiner Batterie immer in Abhängigkeit zu ihrer Bauart bestimmt werden muss. Da 100 Ah Leistung nicht immer auch zu 100 % nutzbar sind.

Gute Planung hilft Geld und Nerven sparen. Viel Spass und Erfolg damit.

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