Isolierung Camper – Dämmung mit Armaflex und Alubutyl

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Isolierung Camper

Die Isolierung deines Campers stellt eine große Herausforderung dar. Warum das so ist und was beim Camper dämmen sonst noch beachtet werden sollte, damit befasst sich dieser Bericht. Ich versuche zu klären, ob Du Alubutyl brauchst, oder nicht? Dich erwartet ein erstaunliches Ergebnis.

Unsinn wird so ziemlich alles sein, was man vom Hausbau her kennt. Die Isolierung im Camper ist fern ab von der eines Hauses. Wer es richtig machen will, der befasst sich mit dem Thema vorab und verbaut nicht einfach irgendetwas.

Nach dem Kauf meines Mercedes Vito, war schnell der erste Urlaub geplant und organisiert. Einen fertigen Ausbau hatte ich noch nicht. Ich dachte darüber nach, hatte Pläne, setzte davon  nichts um.

Der Urlaub in Schottland zeigte sofort die Schwächen, des nicht isolierten Fahrzeugs.

Draußen war es kalt. Die Heizung lief, um nicht zu frieren. Sie lief auch, um die nassen Klamotten zu trocknen. Es wurde gekocht. Wir verbrachten viel Zeit im Fahrzeug. Die Luft im Fahrzeug war  warm. Warme Luft kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen, also war die Luft im Camper auch feucht.

Irgendwann gibt die Luft diese Feuchtigkeit auch wieder ab. Keine Angst, es wird kein Gewitter im Wohnmobil aufziehen, dennoch hat man das Gefühl, dass es von der Decke  regnet.

Die kalte, metallene Oberfläche des Fahrzeugs sorgte dafür, dass die Feuchtigkeit dort kondensierte und schließlich als Wasser von der Decke tropft, oder von den Wänden herunter läuft. Bei uns wurde sogar die Kleidung feucht, die in unseren Reisekisten verstaut war. 

Ich brauchte eine eine Isolation, die dies verhindert. Das war der nächste, oder gar erste Punkt meines Ausbauplans.

Ich beschäftigte mich mit dem Thema. Meine Erkenntnisse und viele interessante Neuigkeiten will ich nachfolgend schreiben. Ich will mit Mythen und bestimmten Denkweisen aufräumen und klären, was die Isolation in einem Fahrzeug kann, und was nicht. Die Frage, ob man einen  “Kastenwagen isolieren sollte oder nicht?”, sollte danach beantwortet sein 


Ein Wohnmobil dämmen – für was, oder gegen was soll das gut sein?

  • Dabei geht es um die Verringerung, oder gar das Verhindern von Lärm. 
  • Dann geht es um die Isolation, um Kälte draußen und Wärme im Fahrzeug zu halten. 
  • Es geht aber auch darum, Hitze außerhalb des Wohnmobils, nicht ins Fahrzeug gelangen zu lassen. 
  • Es ist auch wichtig, keine Feuchtigkeit, kein Kondenswasser im Fahrzeug zu haben.
  • Camper dämmen, um Lärm zu verhindern:

Lärmdämmung

Vor allem für Laien ist es schwer vorstellbar, dass so was nicht “so” einfach geht. Der erste Gedanke ist da wohl, schnell mal, möglichst einfach was ins Fahrzeug bauen, damit der Lärm draußen bleibt, oder gar nicht erst entsteht.

Ja einfach ist ja schön, funktionieren wird es nicht und das Material, dass allen, wirklich allen  Anforderungen an einen Camper und unseren Wünschen gerecht wird, muss erst noch erfunden werden.

Nur kurz angerissen, ohne groß ins Detail zu gehen:

Lärm wird durch Masse verhindert. Durch schweres Material, das in der Lage ist Schwingungen zu schlucken, oder gar nicht erst schwingt, und oder nichts  davon weiter gibt.

Mit der Verwendung von solchen Materialien hätten wir das Problem des Gewichts. Denn zusätzliches Gewicht wollen wir nicht. Es muss schon genug in den Wagen gebaut werden. Die begrenzte Zuladung lässt es nicht zu, hohe Gewichte zu verbauen.

Was bei größeren Fahrzeugen kein Problem scheint, kann bei kleineren Vans schnell dazu führen, dass das zulässige Gesamtgewicht überschritten wird. Was nicht nur dazu führt, dass wir zu schwer sind. Mit einer Überladung des Kfz dürfen wir nicht mehr fahren. Welche Auswirkungen Größe und Gewicht auf das Fahrzeug und andere Dinge haben,  könnt ihr hier nachlesen

Wozu also diese Vielzahl von angebotenen Dämmstoffen?

Da gibt es (Reklame) Alubutyl, Armaflex, K-Flex, Kaiflex (Kaiflex ist meist nicht selbstklebend) und andere.  Wenn  eine Lärmverhinderung  nicht möglich ist, warum dann die Arbeit machen? Warum das Geld ausgeben?

Wir verhindern mit einer flächigen Verklemmung, das Schwingen dieser Fläche. Schwingung ist gleich Geräusch/Lärm.

Alubutyl, zum Beispiel, macht diese Arbeit sehr gut.  Metall wird nach dem Aufbringen nicht mehr, oder weniger vibrieren. Durch die fehlenden Schwingungen entsteht weniger Lärm  – beim Fahren. 

Denn diese Bewegungen in der Metalloberfläche der Karosserie verursacht Lärm, der unerträglich laut sein kann. Wer schon mal Lautsprecher in Fahrzeugtüren betrieben hat, weiß davon ein “Lied” zu singen. Das kann gehörig scheppern. 

Ein Grund, weshalb  Autohersteller Alubutyl auf dem Blech der Türen aufkleben.  Dabei werden ca. 40 % der zu dämmenden Fläche mit dem Alubutyl beklebt. 40 %!

Bei Alubutyl wird auf eine Aluminiumplatte eine  Butylschicht gegossen. Butyl, eine angeblich gute Dicht- und Klebemasse, soll in der Lage sein Schwingungen auf zu nehmen . Das Aluminium fungiert nur als Trägermaterial . Bei Aufnahme der Schwingungen werden diese in Wärme umgewandelt. Hab ich dann zusätzliche  Wärme im Fahrzeug, hör ich jetzt einige Fragen? Ich kann diese Frage nicht beantworten. 

Es gibt einen  Grund kein Alubutyl zu verwenden. Das Material bringt viel Gewicht ins Fahrzeug. Bei ca. 10 qm Fläche, würden wir ein Gewicht von ca. 34 Kg. auf der Oberfläche unseres Kraftfahrzeugs verkleben. Grund genug auf den Werkstoff zu verzichten. Nicht der einzige, wie sich zeigen wird.

Bei einem Spinter mit 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht sind mir  50 oder 60 kg Mehrgewicht (Größeres Fahrzeug, größere Oberfläche, noch mehr Gewicht) wurscht. Bei einem Kleintransporter mit evtl. nur 700 kg Zuladung kann sich das Einbringen von zusätzlichem Gewicht als Problem erweisen.

Schon wieder sind wir beim Gewicht. Für den, der nicht glaubt, dass das Gewicht zum Problem werden könnte, der soll bitte noch mal im Beitrag “Welches Fahrzeug für den Wohnmobil Ausbau ” nachlesen, was wir mit unserem Fahrzeuggewicht alles noch beeinflussen.

Es gibt aber Hilfe. Die Wohnmobil Isolierung rein mit Armaflex bringt respektable Ergebnisse. Das Ergebnis scheint nicht schlechter. Die Eigenschaften des Materials sorgen ebenfalls dafür, dass Vibrationen verhindert, oder vermindert werden.

Schaut Euch diesen Beitrag dazu an.


Auf die Dämmung mit (Reklame)  Alubutyl wird verzichtet. Und mit dem eingesparten Gewicht, sparen wir zudem Geld.

Schutz vor Feuchtigkeit:

Wie schon oben erklärt, schlägt sich an den Wänden des Fahrzeugs Kondenswasser nieder. Das Wasser kann langfristig zum Problem werden.

Die bestehenden, hohen Tempereaturunterschiede führen wieder und wieder dazu, dass Feuchtigkeit auf den Blechen kondensieren wird. Es ist zudem kaum möglich diesen Vorgang zu verhindern. Man muss mit den Gegebenheiten leben. Selbst die Isolierung mit Hightech-Materialien vermag diesen physikalischen Vorgang nicht zu verhindern. Über die Dämmung verhindern wir aber, dass die Warme Luft, mit der,  darin gebundene Feuchtigkeit, ans Blech kommt. Wir verändern und verlagern Taupunkte. 

Armaflex  (Reklame) hat hier die Eigenschaft, den Taupunkt vom Blech weg, ins Fahrzeuginnere zu verlagern und somit die Kondensbildung am Blech zu verhindern.

Es nimmt dabei keine Feuchtigkeit auf. Diese  gute Eigenschaft von Armaflex ist dessen geschlossener Oberfläche und einer Dampfsperre, die eingearbeitet wurde,  zu verdanken. Es gelangt so  keine Luft durch das Material.

Hinzu kommt wir  eine  antimikrobielle Beschichtung der Oberfläche. Schimmel wird so wirksam verhindert.

Was passiert aber mit den Hohlräumen im Fahrzeuginneren? Dort wird sich weiterhin Feuchtigkeit niederschlagen. Das ist nicht zu verhindern. Zu viele Stellen im Inneren, die wir nicht einsehen, oder erreichen können.  Es sei denn, man macht sich die Eigenschaft von Bauschäumen zu nutze und versiegelt diese Hohlräume damit.

Wer das möchte, hat wohl die ultimative Lösung in der Hand.

Wer schon mit einem Bauschaum, oder auch Isolierschaum gearbeitet hat, kennt seine Fähigkeit aufzugehen, größer zu werden, jede noch so kleine Fuge auszufüllen. 

Ich selber sehe gesundheitliche Risiken in der Verwendung. Hier geh ich lieber das Risiko der Kondenswasserbildung ein in unbekannten Ecken ein.

Ist eine rein persönliche Entscheidung. Wem die Inhaltsstoffe, oder Ausdünstungen von Schäumen egal sind, kann sie gern verwenden.


Der Schutz vor Temperatur – Kalt oder Warm

Daran denken wir doch bei der Isolierung unseres Kfz als erstes. Wir wollen keine Kälte, oder Hitze im Fahrzeug haben. Dagegen wollen wir was unternehmen.

Bei kalten Bedingungen soll die Wärme unserer Heizung erhalten bleiben. Wir glauben, dass die Maßnahmen helfen. Das ist der Antrieb und auch der Grund, warum wir viel Geld in die Hand nehmen, um das beste Ergebnis zu erreichen.

Welcher Werkstoff sollte hier genommen werden. Armaflex, Reklame ein universeller Dämmstoff. Neben seiner Fähigkeit Vibrationen zu verhindern, die Fahrgeräusche zu vermindern und die Feuchtigkeit vom Blech zu halten, ist aber die Unfähigkeit Wärme zu leiten einer der herausragendsten Eigenschaften.

Mit einem Wärmeleitwert von bis zu 0,024 (im Schnitt 0,033) für eine Wärmedämmung bestens geeignet.


Gibt es noch Alternativen zu Armaflex(Reklame)?

Bitte nicht den Vorschlag mit Dämmwolle arbeiten zu wollen?

Neben dem Volumen wird die Dampfdurchlässigkeit das Problem darstellen. Es geht zu viel Luft, zu leicht durch solche Materialien. Es fehlt eine Dampfsperre.  Nicht umsonst werden im Hausbau Folien auf diese Dämmschicht aufgebracht. Die Folie verhindert zuverlässig, dass Luft, vornehmlich warme, in das Material eindringen und dahinter gelangen kann. An kalten Mauern Außenmauern würde es kondensieren und zu Feuchteschäden führen. Nichts anderes passiert dann im Transporter. Alternativ müsste man hier eine Folie anbringen. Das sind noch andere Unbekannte, die hier den Rahmen des Berichtes sprengen würde. Nachfolgend mal zwei Datenblätter, eines von Armaflex und das andere von einer Dämmwolle. Bitte beachtet nicht nur, die ähnlichen Wärmeleitzahlen, wichtig ist vor allem anderen, der Vergleich der Diffusionswiderstandszahl, je höher diese ist, umso besser ist sie. Luft hat den Wert 1. 

Armaflex - Auszug Datenblatt
Quelle Armaflex
Datenblatt Dämmwolle
Das Datenblatt einer Dämmwolle, Marke nicht bekannt.

Es sind noch Materialien wie X-Trem Isolator (Reimo),Trocellen, Thermo Isocell und Spaceloft im Rennen. Als wirkliche Alternative könnte noch K-Flex (Reklame) werden. Es ist günstiger und liegt mit seinen Werten nah bei Armaflex. K-Flex (Reklame) ich mir holen, um restliche Flächen, für die ich kein Armaflex mehr hatte ab zukleben.

Dazu ein Video. Es zeigt, dass jeder, der o.g. Isolatoren, für sich und für einen bestimmten Bereich der Beste ist. Die beste Entscheidung, wegen seiner Vielseitigkeit, wird Armaflex bleiben (Meine Überzeugung


Welches Armaflex (Reklame) das Wohnmobil? Ich persönlich würde immer zu den 19 mm starken Platten greifen. Nicht zu Dick und trotzdem stark genug für unsere Ansprüche.

Die selbstklebenden Platten werden in Rollen von 1 m Breite geliefert. Der Dämmstoff ist sehr flexibel.

Um zu gewährleisten, dass er seine Arbeit gut macht. Wird vorher die zu verklebenden Fläche gereinigt. Vorzugsweise mit einem Waschbenzin, oder ähnlichem. Armaflex muss flächig, ohne Lufteinschlüsse aufgeklebt werden

An vielen Stellen wird es kein Problem sein. Dennoch haben wir Sicken, Rundungen, oder Träger, an denen wir vorbei, bzw. drum rum müssen. Wir schneiden deshalb die Platten so zu, dass sie zwischen diesen Bauteilen flächig geklebt werden können. Für die Sicken selbst, oder  Träger,  können wir Armaflex Bänder(Reklame)nutzen, die dünner sind, aber grade mal 5 cm breit. Das sind Materialien zur Dämmung von RohrenDie sind leicht zu verarbeiten, flexibler in ihrer Anwendung. Es gibt aber auch hier noch Armaflex in Rollen(Reklame) die weniger stark sind und zugeschnitten werden können. 

Beim Zuschneiden der Platten, den Boden unseres Campers nicht vergessen. Den isolieren wir auch damit. Damit der Boden ebenfalls damit verklebt werden kann, müsst ihr dort zuvor Kabel und Kabelkanäle verlegt haben. Möglicherweise werden die Arbeiten hinterher schwierig.

Für das Zuschneiden der Platten genügt ein scharfes Tapeziermesser oder eine Teppichschere.

Dann kann es lost gehen. Immer darauf achten, keine Lufteinschlüsse zu haben. Einmal aufgeklebt wird es schwer, die Platte wieder zu lösen.


Mein Fazit in Sachen Isolierung Camper:

Armaflex scheint derzeit das einzig wahre Mittel zu sein. Andere Mateialien haben in einigen Bereichen Vorteile, ein größeres Potential. Sie sind in diesem Bereich besser und leisten mehr. Geht es aber um die gesamte Bandbreite, um den universellen Einsatz im Wohnmobil, führt kein Weg am Armaflex vorbei.

Alubutyl kann dort zum Einsatz kommen, wenn man möchte, wo große, gerade Blechflächen für gehörig Lärm sorgen könnten und man sich nicht sicher ist, ob Das Armaflex auch ausreicht. Das dürfte aber, wenn überhaupt nur in älteren Kraffahrzeugen notwendig sein.

Neuere Tranporter werden meist mit einem Alubutyl (Reklame). Das sind diese kleinen quadratischen Erhebungen. Die werden in von den Herstellern in die Mitte der Fläche geklebt (Wir erinnern uns an die notwendigen 40 %).  Wenn ihr solches Material nicht braucht und einsparen könnt, habt ihr garantiert mehr in der Ausbaukasse. 

Will man andere, evtl. Preisgünstigere Alternativen ausprobieren, dann heißt es Kennzahlen vergleichen. Wenn sich da keine großen Unterschiede auf tun, der Preis stimmt, würde ich  das günstigere Produkt kaufen.

Hersteller, die keinerlei Werte liefern, sollten schnell beiseite geschoben werden. 

Beim Bestellen Euer Materialien daran denken, dass Ihr Verschnitt einplant. Sicherlich kann man die Reststücke verwerten, aber für eine Vollflächige Verklebung immer ganze Stücke verwenden. Das ist sicherer, will man Nässe am Metall an dieser Stelle verhindern. 

Wer sich keinen Kopf machen möchte, wieviel er für einen kleinen VAN, ähnlich meinem Vito, oder VW T Modell, braucht, kann gern auf meiner Einkaufsliste (Reklame)bei Amazon zurückgreifen 

Jetzt viel Spass beim Ausbau eures Fahrzeugs. Ich freu mich über Eure Kommentare, Anregungen oder Meinungen.

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